Wie viel schneller sind UHS-II-Speicherkarten im Vergleich zu UHS-I?

Wenn du oft Fotos oder Videos mit deiner Kamera aufnimmst, bist du sicher schon mal auf die Frage gestoßen: Wie schnell muss meine Speicherkarte eigentlich sein? Gerade bei hochauflösenden Aufnahmen oder Serienbildern kann die Geschwindigkeit der Karte entscheidend sein. Eine langsame Speicherkarte bremst dich aus. Dein Gerät muss warten, bis die Daten geschrieben sind. Das führt zu längeren Wartezeiten oder manchmal sogar zum Verlust von Aufnahmen, wenn der Puffer voll ist. Besonders moderne Kameras und Actioncams profitieren deshalb von schnellen Speicherkarten. In diesem Zusammenhang hörst du sicher oft die Begriffe UHS-I und UHS-II. Beide stehen für schnelle Übertragungsstandards, doch wie groß ist eigentlich der Unterschied? Und macht es für dich wirklich Sinn, auf UHS-II umzusteigen? Genau das klären wir in diesem Artikel. Du erfährst, wie viel schneller UHS-II-Karten sind, wo sie wirklich Vorteile bieten und wann eine UHS-I-Karte noch ausreichend ist. So kannst du gezielt die richtige Wahl treffen.

Vergleich von UHS-I und UHS-II: Geschwindigkeiten und technische Unterschiede

UHS-I und UHS-II sind Standards für SD-Speicherkarten, die sich hauptsächlich in der Geschwindigkeit und der Anzahl der Pins unterscheiden. UHS steht für Ultra High Speed und zeigt an, wie schnell Daten auf die Karte geschrieben oder von ihr gelesen werden können. Während UHS-I Karten eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 104 MB/s bieten, erhöhen UHS-II Karten diesen Wert durch eine zusätzliche Pin-Reihe auf bis zu 312 MB/s.

Diese höhere Geschwindigkeit kann besonders in Situationen helfen, in denen viele Bilder in kurzer Zeit aufgenommen oder große 4K-Videos gespeichert werden. Doch Geschwindigkeit ist nicht alles. Auch andere technische Aspekte und die Kompatibilität mit deinen Geräten spielen eine Rolle.

Kriterium UHS-I UHS-II
Maximale Bus-Geschwindigkeit 104 MB/s 312 MB/s
Anzahl Pins 9 17
Praktische Schreibgeschwindigkeit Bis zu 90 MB/s Über 250 MB/s möglich
Kompatibilität Alle SD-fähigen Geräte Nur Geräte mit UHS-II-Unterstützung
Beispielprodukt SanDisk Extreme PRO UHS-I Sony SF-G Tough UHS-II
Vorteile Breite Kompatibilität, günstigere Preise Sehr hohe Geschwindigkeit, ideal für 4K/8K Video und Serienbilder
Nachteile Begrenzte Geschwindigkeit bei sehr großen Datenmengen Höherer Preis, meist nur mit passenden Geräten voll nutzbar

Fazit: UHS-II Speicherkarten sind deutlich schneller als UHS-I Karten. In der Praxis kann die höhere Geschwindigkeit den Unterschied machen, wenn du sehr große Dateien schnell speichern musst oder bei Serienaufnahmen mit wenig Verzögerung. Allerdings brauchst du ein Gerät, das UHS-II unterstützt, um das volle Tempo zu nutzen. Für viele Anwendungsfälle reicht eine schnelle UHS-I Karte aber vollkommen aus. Ob sich der Umstieg lohnt, hängt also von deinen Anforderungen und der Ausrüstung ab.

Wie du die richtige Speicherkarte wählst: UHS-I oder UHS-II?

Welche Art von Aufnahmen machst du hauptsächlich?

Wenn du vor allem Fotos machst oder Videos in Full HD aufnimmst, reicht eine gute UHS-I-Karte oft aus. Du profitierst von stabiler Leistung und niedrigen Kosten. Bei 4K- oder höheren Videoauflösungen und schnellen Serienbildern zeigt UHS-II seine Vorteile. Hier sorgt die höhere Geschwindigkeit dafür, dass deine Kamera nicht so schnell ausgebremst wird.

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Unterstützt dein Gerät UHS-II?

Viele Kameras und Kartenleser können UHS-II-Karten zwar lesen. Doch nicht alle nutzen die volle Geschwindigkeit. Wenn dein Gerät UHS-II nicht unterstützt, erzielt die Karte nur UHS-I-Tempo. Dann lohnt sich der Aufpreis für UHS-II kaum.

Wie wichtig ist dir Geschwindigkeit im Alltag?

Sind Wartezeiten für dich ein echtes Problem? Lädst du große Dateien regelmäßig auf deinen Computer oder brauchst du schnelle Reaktionszeiten beim Fotografieren? Dann ist UHS-II eine gute Wahl. Für den normalen Alltagsgebrauch lohnen sich diese Vorteile meist weniger.

Fazit: Überlege genau, welche Ansprüche du hast und welche Technik du verwendest. UHS-II ist klar schneller, aber nicht immer nötig. Für die meisten Nutzer bleibt UHS-I das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und funktioniert in fast allen Geräten zuverlässig.

Typische Anwendungsfälle für UHS-I- und UHS-II-Speicherkarten

Fotografie im Alltag

Für viele Hobbyfotografen und Gelegenheitsschnappschüsse genügt eine UHS-I-Speicherkarte völlig. Sie ist schnell genug, um Bilder zügig zu speichern und die Kamera nicht zu bremsen. Gerade bei Einzelaufnahmen oder gelegentlichen Serienbildern sind Unterschiede in der Geschwindigkeit kaum spürbar. Solltest du aber häufig in kurzen Abständen viele Bilder machen, etwa bei Sport- oder Actionaufnahmen mit schnellen Serienbildern, bringt eine UHS-II-Karte Vorteile. Sie sorgt dafür, dass der Pufferspeicher schneller geleert wird und du ohne Verzögerung weiterknipsen kannst.

Videodreh mit Anspruch

Beim Filmen sind hohe Datenraten besonders wichtig. Full-HD-Videos lassen sich meist auch mit UHS-I-Karten gut aufnehmen. Steigst du jedoch auf 4K oder sogar 8K-Video um, oder nutzt du hohe Bildraten wie 60 fps oder höher, dann wird die Geschwindigkeit der Karte zum limitierenden Faktor. UHS-II-Speicherkarten eignen sich hier deutlich besser, weil sie große Datenmengen schnell verarbeiten. So vermeidest du Aussetzer oder Situationen, in denen die Kamera die Aufnahme drosselt.

Mobile Datensicherung und Alltagsgebrauch

Auch wenn du Speicherkarten für Datensicherung oder als mobiler Zwischenspeicher nutzt, spielt Geschwindigkeit eine Rolle. Wer Dateien wie Fotos, Videos oder andere große Datenmengen oft zwischen Karte und Computer hin- und herschiebt, profitiert von UHS-II. Das spart dir Zeit beim Kopieren. Im Alltag reichen aber oft auch UHS-I-Karten, vor allem wenn es um kleinere Dateien oder seltene Übertragungen geht.

Fazit: Spürbare Vorteile bringen UHS-II-Speicherkarten besonders bei anspruchsvollen Foto- und Videoaufnahmen oder wenn du große Datenmengen schnell bewegen möchtest. Für normale Anwendungen und den Alltag sind UHS-I-Karten oft ausreichend und eine kostengünstigere Wahl.

Häufig gestellte Fragen zur Geschwindigkeit von UHS-II im Vergleich zu UHS-I

Wie viel schneller sind UHS-II-Karten wirklich im Alltag?

UHS-II-Karten sind theoretisch bis zu dreimal schneller als UHS-I-Karten. In der Praxis hängt der Geschwindigkeitsvorteil aber stark vom verwendeten Gerät ab. Nur wenn deine Kamera oder dein Kartenleser UHS-II unterstützt, kannst du diese höheren Datenraten auch nutzen. Sonst arbeiten sie mit UHS-I-Geschwindigkeit.

Muss ich für jede Kamera eine UHS-II-Karte verwenden?

Nein, das ist nicht nötig. Wenn deine Kamera nur UHS-I unterstützt, bringt eine UHS-II-Karte keinen Geschwindigkeitsvorteil. Die Karte läuft dann im UHS-I-Modus. Für viele Geräte ist eine gute UHS-I-Karte ausreichend und günstiger.

Wie merke ich, dass ich eine schnellere Karte brauche?

Wenn deine Kamera bei Serienbildern langsamer wird oder Videos beim Filmen aussetzen, kann das an der Geschwindigkeit der Speicherkarte liegen. Auch lange Wartezeiten beim Schreiben großer Dateien sind ein Hinweis. In diesen Fällen kann eine UHS-II-Karte helfen, den Datentransfer zu beschleunigen.

Sind UHS-II-Karten immer teurer als UHS-I?

Ja, UHS-II-Karten sind meist teurer, da sie eine komplexere Bauweise mit mehr Pins haben. Diese höheren Kosten finanzieren die bessere Geschwindigkeit und die robustere Technik. Allerdings lohnt sich die Investition nur, wenn du den Geschwindigkeitsvorteil auch wirklich brauchst und nutzen kannst.

Kann ich UHS-II-Karten in jedem Gerät verwenden?

UHS-II-Karten lassen sich meist auch in Geräten verwenden, die nur UHS-I unterstützen. Sie funktionieren dann aber nur mit UHS-I-Geschwindigkeit. Wenn du also noch keine Geräte mit UHS-II-Unterstützung hast, bringt der Umstieg auf UHS-II wenig Vorteile.

Technische Grundlagen von UHS-I und UHS-II: So funktionieren die Standards

Datenrate und Geschwindigkeit

UHS steht für „Ultra High Speed“ und beschreibt, wie schnell eine Speicherkarte Daten übertragen kann. UHS-I ist der ältere Standard und erreicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 104 Megabyte pro Sekunde. Der neuere Standard UHS-II steigert das Tempo auf bis zu 312 Megabyte pro Sekunde. Dieses Plus wird durch eine andere technische Lösung möglich: UHS-II kann gleichzeitig auf zwei Datenkanälen arbeiten und so mehr Informationen in der gleichen Zeit übertragen.

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Pin-Anordnung und Aufbau

Der wichtigste Unterschied zwischen UHS-I und UHS-II liegt im Aufbau der Speicherkarten-Kontakte. UHS-I-Karten besitzen eine Reihe mit neun Pins, die den Datentransfer steuern. UHS-II erweitert diese Anordnung um eine zweite Reihe mit zusätzlichen acht Pins. Durch diese zusätzlichen Kontakte kann die Karte auf beiden Kanälen parallel Daten senden und empfangen. Das sorgt für die deutlich höheren Übertragungsgeschwindigkeiten bei UHS-II.

Kompatibilität der Karten

UHS-II Karten sind abwärtskompatibel. Das bedeutet, sie funktionieren auch in Geräten, die nur UHS-I unterstützen, allerdings dann mit der niedrigeren Geschwindigkeit von UHS-I. Damit kannst du eine UHS-II-Karte beruhigt nutzen, auch wenn dein Gerät diese schnelleren Übertragungen nicht voll ausnutzt. Umgekehrt lässt sich eine UHS-I-Karte nicht auf die höhere UHS-II-Geschwindigkeit bringen.

Zusammenfassung: UHS-II ist technisch moderner, nutzt eine zweite Pin-Reihe für schnellere Datenströme und bietet so deutlich höhere Geschwindigkeiten. Das hat besonders dann Vorteile, wenn du viele große Dateien schnell speichern möchtest. UHS-I ist dagegen weitverbreitet und genügt für viele Standardanwendungen.

Vor- und Nachteile von UHS-II im Vergleich zu UHS-I

Wenn du überlegst, ob du eine UHS-II Speicherkarte kaufen solltest, ist es wichtig, die Stärken und Schwächen gegenüber UHS-I genau zu kennen. UHS-II bietet deutlich höhere Geschwindigkeiten, hat aber auch einige Einschränkungen – etwa beim Preis und der Kompatibilität. Die folgende Tabelle zeigt dir übersichtlich, welche Vorteile und Nachteile UHS-II Karten gegenüber UHS-I mitbringen. So kannst du besser einschätzen, ob sich die Investition für dich lohnt oder ob eine UHS-I Karte in deinem Fall ausreichend ist.

Vorteile von UHS-II Nachteile von UHS-II

Deutlich höhere Datentransferrate – UHS-II-Karten erreichen bis zu 312 MB/s. Das ist besonders nützlich bei 4K- oder 8K-Videos und schnellen Serienaufnahmen.

Bessere Performance bei großen Dateien – Große Datenmengen werden schneller geschrieben und gelesen. Das vermindert Wartezeiten und Pufferüberläufe.

Abwärtskompatibilität – UHS-II Karten funktionieren auch in älteren Geräten, allerdings dann nur mit UHS-I Geschwindigkeit.

Ideal für Profi-Geräte – Kameras und Recorder, die hohe Datenraten benötigen, profitieren deutlich vom UHS-II Standard.

Höherer Preis – UHS-II-Karten sind oft spürbar teurer als UHS-I Karten.

Kompatibilitätsfragen – Nicht alle Geräte unterstützen UHS-II vollständig. Die volle Geschwindigkeit ist nur mit passenden Geräten nutzbar.

Zusätzliche Pins und Bauform – UHS-II-Karten sind technisch aufwendiger, was sich auf Robustheit und Herstellungskosten auswirken kann.

Im Alltag oft nicht nötig – Für einfache Anwendungen oder Gelegenheitsschützen sind die Vorteile kaum spürbar.

Fazit: UHS-II Speicherkarten überzeugen durch ihre hohe Geschwindigkeit und Leistung bei anspruchsvollen Aufgaben. Wenn du Profi-Fotograf bist oder viel mit hochauflösenden Videos arbeitest, lohnt sich die Investition. Für viele Nutzer sind UHS-I Karten jedoch völlig ausreichend und bieten ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Entscheide also nach deinen individuellen Bedürfnissen und der Kompatibilität deiner Geräte.